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Journées photographiques de Bienne, 9.-31.5.2026

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8.—26.5.26, 00:00 (fr/de/en) / Filmpodium Biel/Bienne

Filmpodium Biel/Bienne: Vulnerabilities 23.4.-26.5.2026

Die Filmreihe, die vom 23. April bis zum 26. Mai 2026 zu sehen ist, wurde in Zusammenarbeit mit den Bieler Fototagen entstanden und greift das Thema der diesjährigen Festival-Edition (9.-31. Mai 2026) auf: Verletzlichkeit als Gemeingut. Gesehen werden gehört zu den grundlegendsten menschlichen Bedürfnissen und kann eine zutiefst berührende Erfahrung sein: sie berührt nicht nur die Person, die gesehen wird, sondern ebenso jene, die sieht. Wie ist es also, wenn wir den Mut aufbringen, unsere Masken fallen zu lassen und uns so zu zeigen, wie wir wirklich sind? Wenn wir unsere Unsicherheiten und Schwächen anerkennen, und uns gerade dadurch Aufmerksamkeit schenken und füreinander sorgen. Schutzbedürfnis und Verantwortung werden in dem Moment zur gemeinsamen Aufgabe; Verletzlichkeit zum kollektiven Erleben.

„We’re all just walking each other home“ erklärt der spirituelle Lehrer und Psychologe Ram Dass. Meisterwerke wie Spellbound von Alfred Hitchcock, Love Streams von John Cassavetes, De rouille et d’os von Jacques Audiardoder The Goddess of 1967 von Clara Law erzählen auf unterschiedlichste Weise, wie orientierungslose Einzelgänger:innen ihre Verletzlichkeiten als geteilte Herausforderung verstehen, in widerständige Kräfte umwandeln und dabei eine tiefe Nähe erfahren. Es sind Werke, die unsere gemeinsame Menschlichkeit ins Bewusstsein rücken.

Der neue Spielfilm von Hong Sang-soo, Was diese Natur dir sagt, erkundet, wie die Familie als solidarisches Netzwerk fungiert und voller Zuwendung den Umgang mit Lebensentwürfen modelliert. Los Domingos von Alauda Ruiz de Azúa dagegen verbindet eindrucksvoll familiäre Spannungen mit der Perspektive einer Heranwachsenden in einer Gesellschaft in der Glaubenskrise: Wie die Familie kann auch ein Kloster Schutzraum oder Ort zusätzlicher Verletzung sein. Yalla Parkour von Areeb Zuaiter zeigt schliesslich, wie ein Film selbst zu einem Ort der Erinnerung und des Widerstands werden kann: Junge Parkour-Athleten verwandeln Mitte der 2010er-Jahre die Ruinen Gazas in Schauplätze sportlicher Höchstleistung – erfüllt von schmerzhaftem Verlust und zündender Energie.

Das Publikum ist eingeladen, zwischen den Werken der Filmreihe und jenen des Festivals Beziehungen herzustellen und auf diese Weise neue Wege des Sehens zu gehen: Gegen Vorweisen eines gültigen Festival-Tickets gewähren wir CHF 5.– Ermässigung auf alle Filme dieser Reihe sowie auf das Campus Festival am 24. Mai.

Programm und Informationen hier: www.filmpodiumbielbienne.ch

20.—20.5.26, 16:00 (fr/de/en) / NMB Haus Schwab

Preisverleihung des SNF-Wettbewerbs für wissenschaftliche Bilder 2026

Preisverleihung in Anwesenheit eines Jurymitglieds. Anschliessend Apéro.

21.—21.5.26, 19:15 (fr) / NMB Haus Schwab

Podiumsdiskussion: Fotojournalismus

Podiumsdiskussion zum Thema Fotojournalismus im Rahmen der Ausstellung De l’Une à l’autre zum 200-jährigen Jubiläum des Journal de Genève, dessen, Nachfolger Le Temps ist.

Mit Anmeldung: info@jouph.ch

23.—23.5.26, 11:15 (fr/de) / Gurzelen

Zusammenarbeit mit Presstival

Präsentation der Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Presstival in der Gurzelen.

24.—24.5.26, 11:00 (fr/de/en) / Filmpodium Biel/Bienne

Campus Festival: Vulnerabilities

Eine Auswahl von 12 Kurzfilmen, realisiert von Studierenden der Schweizer Kunsthochschulen ZHdK, FHNW, CISA, HSLU, HEAD und ECAL. Dieses Programm versteht das bewegte Bild als Erweiterung zeitgenössischer fotografischer Praktiken.

Atelier vom 13:15 bis 14:00 im Filmpodium Biel/Bienne: „Verletzlichkeiten am Set“. Mit Stéphane Kuthy, Président Swiss Cinematographers Society (SCS), und Andreas Struck, Co-Leitung Filmpodium Biel/Bienne. Moderation: Virginie Borel, Geschäftsführerin des Forums für Zweisprachigkeit.

Bei Vorlage einer gültigen Festivalkarte wird für das Campus Festival eine Ermässigung von 5 CHF gewährt.

Laden Sie hier den Flyer zum Campus Festival herunter: Campus Festival Vulnerabilities

Programm Vulnerabilities und Informationen hier : www.filmpodiumbielbienne.ch

24.—24.5.26, 13:15 (fr/de/en) / Filmpodium Biel/Bienne

Atelier im Filmpodium Biel/Bienne: „Verletzlichkeiten am Set“

Atelier im Filmpodium Biel/Bienne: „Verletzlichkeiten am Set“. Mit Stéphane Kuthy, Président Swiss Cinematographers Society (SCS), und Andreas Struck, Co-Leitung Filmpodium Biel/Bienne. Moderation: Virginie Borel, Geschäftsführerin des Forums für Zweisprachigkeit.

27.—27.5.26, 17:30 (de) / Photoforum Pasquart

Fotografische Arbeiten im kollektiv: Einblick in die Praxis von LUNAX

Veranstaltung organisiert vom Photoforum Pasquart im Rahmen der Ausstellung von LUNAX.

LUNAX, Schweizer Fotoagentur mit Fokus auf kollektives Arbeiten und Ausstellungen, gibt Einblick in ihre Praxis. Interaktiver Workshop: Teilnehmende arbeiten selbst zu kuratorischen Fragen und erleben die Herausforderungen gemeinsamer Ausstellungsentwicklung.

Der Workshop dauert 3 Stunden, einschliesslich Pausen.

Kostenlos nach Anmeldung : info@jouph.ch

28.—28.5.26, 18:00 (fr/de/en) / Atelier Robert

Poetische Intervention: das Bild der Natur

Eine poetische Intervention zu Fotografie und Malerei rund um das Ried von Bernadette Fülscher.

29.—29.5.26, 12:00 (fr/de) / NMB Haus Schwab, Raum Agora

Workshop Republik mit Lunch

Workshop mit Annette Keller (Republik) und dem Redaktionsteam: Einblick in journalistische Praxis und redaktionelle Prozesse.

Der Workshop findet im Agora statt und beinhaltet ein Lunch mit Sandwiches.

30.—30.5.26, 15:00 (en) / Cinéma Beluga Bienne

Artist Talk mit Dominic Nahr

Bei dieser Veranstaltung wird Dominic Nahr über seine Erfahrungen als Reporter in Konfliktgebieten sprechen. Seine Ausführungen werden dazu beitragen, die auf dem Festival gezeigten Bilder in ihren Kontext einzuordnen.

Online-Tickets sind hier erhältlich:  www.leica-summit.ch

Entdecken Sie das Präsentationsvideo über den Künstler und sein Werk in Biel unter folgendem Link: Dominic Nahr – Biel/Bienne Festival of Photography 2026

Im Anschluss an die Diskussion findet im La Poste eine von REBL x Leica organisierte After-Party statt (16:30 – 20:00)

 

 

31.—31.5.26, 16:30 (fr/de/en) / Atelier Robert

Finissage: Last Slice

Talk mit Sabine Hess et Nicolas Polli, anschliessend Pizza-Apéro.

2026 – Vulnerabilities

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Programm

_ Verletzlichkeit als Gemeingut
_ La vulnérabilité comme bien commun
_ Vulnerability as a Commons

Eine künstlerische und politische Reflexion über Fürsorge, Körper und Gemeinschaft.
Wie kann ein Bild berühren, widerstehen, heilen?

Die Ausgabe 2026 des Festivals rückt Verletzlichkeit ins Zentrum – nicht als individuelle Schwäche, sondern als geteilte, soziale und politische Bedingung: als ein Gemeingut. In einer Welt, die von multiplen Krisen geprägt ist, präsentieren die Bieler Fototage fotografische Arbeiten, die nicht nur dokumentieren, sondern Beziehungen herstellen, marginalisierte Realitäten sichtbar machen und Räume der Sensibilität, Aufmerksamkeit und Fürsorge eröffnen.


Das Programm gliedert sich in vier thematische Schwerpunkte:
– Feminismen und Körperpolitiken,
– affektive Ökologien und Beziehungen zum Lebendigen,
– Erzählungen von Migration und Gastfreundschaft,
– reparative künstlerische Gesten, in denen das Bild zu einem Ort von Erinnerung, Widerstand und visueller Gerechtigkeit wird.

Durch kollaborative Praktiken, kritisch reflektierte Bilder, neu angeeignete Archive und Formen sanften Widerstands ist das Publikum eingeladen, seinen eigenen Weg durch das Festival zu gestalten – ohne vorgegebenen Parcours.

Jeder Ausstellungsort wird zu einem kritischen Denkraum, der eine dieser Fragestellungen vertieft und den Dialog zwischen Werken, Kontexten und Publikum eröffnet. Das Festival vereint renommierte Schweizer und internationale KünstlerInnen, aufstrebende Stimmen, Kollektive sowie Forschende und AktivistInnen, deren Arbeiten die sozialenFunktionen des Bildes, seine sinnliche Kraft und sein kritisches Potenzial untersuchen.

Denn Bilder beschränken sich nicht darauf, Leid oder Ungerechtigkeit abzubilden: Sie können auch verbinden, trösten und reparieren. So wird das Bild zu einem Raum der Fürsorge, des Widerstands und der Neuordnung des Sinnlichen, einem Ort, an dem gemeinsames Denken, Fühlen und Handeln möglich wird.

Don’t pay the barber
Meinrad Schade
Zapping
Enrique Muñoz Garcia
Iris 732
Florian Zellweger
Umkreis: Routine Dreams
Nina Rieben
The Bliss of Conformity
Yingguang Guo
Kafila
M'hammed Kilito
Les âmes retrouvées
Anna Katharina Scheidegger
Haciendo Hora
LimaFotoLibre
Change of Life
Hazuki Natuno
Schönheit in der Wissenschaft
SNF-Wettbewerb für Wissenschaftliche Bilder