Agenda
2026 – Vulnerabilities

Die Ausgabe 2026 ist mit einer sehr positiven Bilanz zu Ende gegangen. Vielen Dank an alle für eure Teilnahme und eure Begeisterung. Ihr könnt das Erlebnis fortsetzen und mehr über die diesjährigen FotografInnen und KünstlerInnen erfahren, indem ihr euch ihre Videointerviews auf unserem YouTube-Kanal anschaut.
Dieses Projekt wurde dank der Unterstützung der Jubiläumsstiftung der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft ermöglicht.
Tätigkeitsbericht 2026
Presseschau 2026
Save the date: 7.-30.5.2027
_ Verletzlichkeit als Gemeingut
_ La vulnérabilité comme bien commun
_ Vulnerability as a Commons
Eine künstlerische und politische Reflexion über Fürsorge, Körper und Gemeinschaft.
Wie kann ein Bild berühren, widerstehen, heilen?
Die Ausgabe 2026 des Festivals rückt Verletzlichkeit ins Zentrum – nicht als individuelle Schwäche, sondern als geteilte, soziale und politische Bedingung: als ein Gemeingut. In einer Welt, die von multiplen Krisen geprägt ist, präsentieren die Bieler Fototage fotografische Arbeiten, die nicht nur dokumentieren, sondern Beziehungen herstellen, marginalisierte Realitäten sichtbar machen und Räume der Sensibilität, Aufmerksamkeit und Fürsorge eröffnen.
Das Programm gliedert sich in vier thematische Schwerpunkte:
– Feminismen und Körperpolitiken,
– affektive Ökologien und Beziehungen zum Lebendigen,
– Erzählungen von Migration und Gastfreundschaft,
– reparative künstlerische Gesten, in denen das Bild zu einem Ort von Erinnerung, Widerstand und visueller Gerechtigkeit wird.
Durch kollaborative Praktiken, kritisch reflektierte Bilder, neu angeeignete Archive und Formen sanften Widerstands ist das Publikum eingeladen, seinen eigenen Weg durch das Festival zu gestalten – ohne vorgegebenen Parcours.
Jeder Ausstellungsort wird zu einem kritischen Denkraum, der eine dieser Fragestellungen vertieft und den Dialog zwischen Werken, Kontexten und Publikum eröffnet. Das Festival vereint renommierte Schweizer und internationale KünstlerInnen, aufstrebende Stimmen, Kollektive sowie Forschende und AktivistInnen, deren Arbeiten die sozialenFunktionen des Bildes, seine sinnliche Kraft und sein kritisches Potenzial untersuchen.
Denn Bilder beschränken sich nicht darauf, Leid oder Ungerechtigkeit abzubilden: Sie können auch verbinden, trösten und reparieren. So wird das Bild zu einem Raum der Fürsorge, des Widerstands und der Neuordnung des Sinnlichen, einem Ort, an dem gemeinsames Denken, Fühlen und Handeln möglich wird.