Hôtel de Ville
Søren Berner
Mit Hôtel de Ville untersucht Søren Berner das Iglu-Zelt als widersprüchliches Symbol zwischen Schutz und Ausschluss, Freiheit und Zwang. In Paris sind Zelte ein erzwungener. Lebensraum für MigrantInnen und Obdachlose. Anderswo steht dieselbe Form für freiwillige Unsicherheit – Abenteuer, Lifestyle, eine romantische Idee des „Draussenseins“.
Als ortsspezifische Arbeit für die Bieler Fototage entwickelt, überführt Berner dieses fragile, temporäre Objekt in dauerhafte Skulpturen im öffentlichen Raum. In der Ausstellung ergänzt eine Installation mit Fotografien urbaner Zelte die Arbeit: Die Bilder hängen hinter Moskitonetzen, darüber sind Siebdrücke mit Outdoor-Slogans wie „Travel light. Live hard.“. Die glatte Sprache trifft auf die Realität des Überlebens.
Hôtel de Ville fragt: Wer darf verletzlich sein? Wer wird dazu gezwungen? Wem gehört der öffentliche Raum – und wer wird darin nur geduldet?
Unterschtützt bei: Statens Kunstfond
Präzentiert von Espace Libre
KuratorIn: Laurine Landry & Janosch Perler
Herstellungsjahr: 2026
espace libre
Espace Libre
Seevorstadt 73
2502 Biel/Bienne