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Journées photographiques de Bienne, 9.-31.5.2026

The Reflection of Sands
Solène Gün

An der Schnittstelle von Film und Fotografie verortet sich The Reflection of Sands in einem Raum, der zugleich geografisch und intim ist – geprägt von Erinnerung, Herkunft und Erfahrung von Bewegung und Migration. Entstanden währendmehrerer Reisen in die Türkei, von Mardin bis Mersin, folgt das Projekt einer familiären Route, die zum Ausgangspunkt einer weiterführenden Auseinandersetzung mit Fragen von Zugehörigkeit, Weitergabe und Zukunftsperspektiven wird.

Solène Gün arbeitet dabei mit jungen Männern kurdischer, türkischer und syrischer Herkunft und nähert sich ihren Lebensentwürfen, ihren Erwartungen und ihren Beziehungen zu Orten, die häufig von Migration und Wandel geprägt sind. Der daraus entstandene Film verwebt individuelle Erfahrungen zu einer sensiblen Erzählung, in der Vergangenheit und Gegenwart, persönliche Erinnerungen und kollektive Geschichten ineinander übergehen. Die Stimme des Vaters der Künstlerin, die Teile des Films begleitet, bringt eine generationenübergreifende Dimension ein und verbindet aktuelle Erfahrungen mit Kindheitserinnerungen, Legenden und gelebter Geschichte.

Das Wasser, allgegenwärtig – Fluss im Osten, Meer im Süden – wirkt wie ein vibrierender Faden von Kontinuität und Resonanz. Es wird zu einem Übergang und zu einem Atemzug, zu einem Versuch der Rückkehr zur Erde wie zu sich selbst, zu einemsymbolischen Raum, in dem ein Impuls von Freiheit mit leichtem Flügelschlag Exil, Rückkehr und das Bedürfnis nach Verankerung zu berühren scheint.

Zwischen Dokumentation und Fiktion lässt das Projekt eine fragile, temporäre Gemeinschaft hervortreten, deren Identität im Werden begriffen ist. Empathie, Solidarität und Weitergabe stehen ebenso im Zentrum wie die Verletzlichkeitmenschlicher Beziehungen und die Kraft gemeinsamer Bindungen. Die Bilder fixieren keine eindeutige Identität; vielmehr begleiten sie einen Prozess – den einer Jugend in Bewegung, geprägt von generationellen Erinnerungen und dem Bedürfnis, sich neu zu verorten.

The Reflection of Sands entfaltet sich so als sensibler Erfahrungsraum, in dem alles in Bewegung bleibt – Licht, Klang, Körper, Landschaften und Erzählungen – und in dem das Bild zum Ort einer geteilten, zugleich persönlichen und kollektivenErinnerung wird.

Herstellungsjahr: 2022-2025

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