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Journées photographiques de Bienne, 9.-31.5.2026

Invisible Women & Sisters in Arms
Enrique Muñoz García

Mit Invisible Women untersucht Enrique Muñoz Garcìa, wie die Fotografie seit ihren Anfängen Frauen zugleich sichtbar und unsichtbar gemacht hat. Das Projekt versammelt Bilder aus unterschiedlichen Epochen und Kontexten – von viktorianischen Hidden Mothers bis zu zeitgenössischen Ausschnitten, Schatten und Auslöschungen – und zeigt vielfältige Strategien der Verbergung des weiblichen Körpers. Anstelle einer chronologischen Erzählung entfaltet sich eine Konstellation wiederkehrender Bildsituationen, in denen die weibliche Figur unverzichtbar bleibt und doch teilweise dem Blick entzogen ist. Invisible Women fungiert als Gegenarchiv, das die Regime der Sichtbarkeit und die implizite Macht des fotografischen Blicks hinterfragt.

Herstellungsjahr: 2016-2026

Sisters in Arms vereint mehr als 200 Fotografien aus den Jahren 1940–1950, die die Beteiligung sowjetischer Frauen an der Roten Armee dokumentieren. Diese Sammlung ist das Ergebnis langjähriger Forschungsarbeit und untersucht die ambivalente Rolle, die Frauen in Kriegszeiten zukommt. Die Porträts zeigen Frauen in verschiedenen Rollen, vom direkten Kampf bis zu unterstützenden Funktionen. Dieses heute präsentierte Archiv erfordert eine kontextualisierte Lesart. Vor dem Hintergrund des Kampfes gegen den Nationalsozialismus laden diese Bilder dazu ein, über die Rolle der Frauen in Kriegszeiten und den heutigen Umgang mit Erinnerung nachzudenken.

Herstellungsjahr: 2020-2026

Schauen Sie sich das Video-Interview mit Enrique Muñoz Garcìa auf unserem YouTube-Kanal an.

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